Labrador Retriever – mehr als nur ein treuer Begleiter

Wussten Sie, dass der Labrador Retriever zu den am häufigsten eingesetzten Hunderassen bei Blindenführhunden gehört?

Dank seiner hohen Intelligenz, schnellen Auffassungsgabe, Lernbereitschaft, Zuverlässigkeit und seines freundlichen, ausgeglichenen Wesens eignet sich diese Hunderasse besonders gut als Assistenzhund.

Labradore können Menschen unterstützen, die Schwierigkeiten beim Sehen oder Hören haben, in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind oder im Alltag aufgrund von Autismus, Epilepsie oder Diabetes besondere Unterstützung benötigen.

Je nach Ausbildung können sie Türen öffnen, heruntergefallene Gegenstände aufheben, Hilfe holen, auf bestimmte gesundheitliche Veränderungen aufmerksam machen oder ihre Halter sicher durch den Alltag begleiten.

Eine interessante Statistik

Die Zahlen der International Guide Dog Federation (IGDF) zeigen, wie bedeutend der Labrador Retriever in der Ausbildung von Blindenführhunden ist.

Im Jahr 2025 produzierten die Mitgliedsorganisationen der IGDF weltweit insgesamt 7.923 Welpen für ihre Programme. Davon waren:

- 4.723 Labrador Retriever
- 1.727 Labrador-Golden-Retriever-Mischlinge
- 572 Golden Retriever
- 282 Deutsche Schäferhunde
- 146 Großpudel

Damit machten Labrador Retriever rund 60 % aller in diesen Programmen gezüchteten Welpen aus.

Wichtig: Diese Statistik bezieht sich auf die Mitgliedsorganisationen der IGDF und deren Blindenführhundprogramme, nicht auf sämtliche Assistenzhundarten weltweit.

Warum sind Labradore so gut geeignet?

Labradore zeichnen sich durch mehrere Eigenschaften aus:

- Hohe Lernbereitschaft und Intelligenz
- Freundliches und ausgeglichenes Wesen
- Zuverlässigkeit im Alltag
- Gute Anpassungsfähigkeit
- Enge Bindung zu ihren Bezugspersonen

Die Ausbildung ist anspruchsvoll und erfordert viel Zeit, Geduld und fachkundige Begleitung.

Mehr als ein Haustier

Für viele Menschen ist ein Labrador Retriever weit mehr als nur ein treuer Begleiter. Er kann Sicherheit, Selbstständigkeit und Lebensqualität schenken.

Seine Unterstützung ermöglicht es vielen Menschen, ihren Alltag selbstbestimmter zu gestalten und neue Freiheiten zu gewinnen.

Ein Helfer auf vier Pfoten – mit einer großen Wirkung im Leben vieler Menschen.

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Autor:
Abaz Neslanovic
Gesundheits-und Krankenpfleger

Quelle:
1. International Guide Dog Federation (IGDF): Facts and Figures 2025

2. Assistance Dogs International (ADI): Member Organization Statistics
 
Die statistischen Angaben im Beitrag stammen aus der IGDF-Statistik 2025.