Liebe Menschen,
Jeder von uns war und wird höchstwahrscheinlich irgendwann auf fremde Hilfe angewiesen sein – zuerst in der Kindheit und später im Alter.
Eine Behinderung ist keine Beleidigung. Sie ist eine Lebensrealität, die jeden von uns oder einen unserer Angehörigen treffen kann – ohne Ausnahme.
Leider hat sich der Begriff „behindert“ im Alltag zu einem Schimpfwort entwickelt. Oft wird er aus Gewohnheit oder im Affekt verwendet, ohne darüber nachzudenken, was diese Worte eigentlich bedeuten.
Doch stellen wir uns einmal vor, wir würden diesen Ausdruck in Gegenwart eines Menschen mit einer Behinderung verwenden. Wie würde sich dieser Mensch dabei fühlen? Niemand sollte sich aufgrund einer Behinderung abgewertet, verletzt oder ausgegrenzt fühlen müssen.
Niemand sucht sich eine Behinderung aus. Jeder Mensch verdient Respekt und Würde.
Deshalb stellt sich für mich eine wichtige Frage: Sollte eine solche Beleidigung, wenn sie gezielt zur Herabwürdigung eines Menschen eingesetzt wird, gesetzlich zusätzlich als Form der Diskriminierung berücksichtigt werden?
Eure Meinung ist gerfragt
Seid ihr dafür, dass die Verwendung des Begriffs „behindert“ als gezielte Beleidigung rechtlich stärker als mögliche Diskriminierung berücksichtigt wird?
Lasst uns darüber diskutieren – respektvoll, sachlich und mit dem Bewusstsein, dass Worte verletzen können.

