Geschichten, aus denen wir lernen können…

Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt
Es war Dezember, die Weihnachtszeit. Ich hatte Dienst bei einem kleinen Kind, das seit
seiner Geburt schwer krank war und deshalb rund um die Uhr betreut werden musste. Die
Familie begegnete mir vom ersten Moment an mit großer Herzlichkeit und Offenheit.

Nach der Übergabe der Schicht saßen wir gemeinsam im Wohnzimmer, während das
Kind schlief. Wir unterhielten uns ganz entspannt bis die Mutter machte einen
humorvollen Kommentar über ihre Situation.

Für einen kurzen Moment war ich sprachlos. Ich wusste nicht, ob ich lachen oder ernst
bleiben sollte. Als sie meinen überraschten Blick bemerkte, lächelte sie und sagte:

„Das ist unsere Art, mit dieser Situation umzugehen. Vom Weinen wird unser Kind
nicht gesund. Deshalb haben wir beschlossen, unseren Weg mit Humor zu gehen.“

Diese Worte haben mich tief beeindruckt.

In diesem Moment wurde mir bewusst, dass Angehörige nur dann langfristig Kraft geben
können, wenn sie auch auf sich selbst achten. Humor kann Schmerz nicht wegnehmen,
aber er kann helfen, ihn gemeinsam zu tragen.

Die Versorgung dieses Kindes war außergewöhnlich gut organisiert. Eine offene
Kommunikation, gegenseitiger Respekt und die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten
schufen eine Atmosphäre, die nicht nur den Pflegealltag erleichterte, sondern auch dem
Wohl des Kindes zugutekam.

Manchmal mischt das Leben die Karten völlig neu. Doch wir können selbst entscheiden,
wie wir das Spiel weiterspielen.

Eine Geschichte, die Mut macht
Als die Eltern eines vierjährigen Kindes die Diagnose Autismus erhielten, brach für sie
zunächst eine Welt zusammen.

Der Vater sagte in diesem schweren Moment einen Satz, den ich bis heute nicht
vergessen habe:

„Alles, was von Gott kommt, werde ich annehmen. Jetzt möchte ich mich nur noch
darauf konzentrieren, wie wir unserem Kind helfen können.“

Diese Worte haben mich tief beeindruckt.

Seine Worte haben nicht nur mich berührt. Soweit ich es wahrnehmen konnte, konnte
man auch seiner Ehefrau neue Hoffnung und Zuversicht ansehen.

Heute ist dieses Kind über zehn Jahre alt. Dank der Liebe, Geduld und Unterstützung
seiner Familie hat es große Fortschritte gemacht. Die Familie hat die Realität
angenommen, ihren Weg gefunden und führt heute ein erfülltes Familienleben.

Dieses Erlebnis hat mir gezeigt, wie wichtig Akzeptanz ist. Sie verändert die Diagnose
nicht – aber sie verändert den Weg, den eine Familie geht.

Selbstfürsorge – Vergessen Sie sich selbst nicht

Liebe pflegende Angehörige,

kennen Sie dieses Gefühl?

„Wie lange wird das noch dauern? Ich bin am Ende meiner Kräfte.“

Wenn Sie sich gerade in einer solchen Situation befinden, lesen Sie diesen Beitrag
unbedingt. Und auch wenn Sie noch nicht an diesem Punkt angekommen sind, kann es
hilfreich sein, sich frühzeitig mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

Leider kann Ihnen oft niemand eine genaue Antwort auf die Frage geben, wie lange
eine solche Situation andauern wird. Verschwenden Sie deshalb Ihre Energie nicht mit
dem ständigen Gedanken daran, wie lange das alles noch dauern wird.

Durch meine Arbeit als Pflegefachkraft habe ich Menschen erlebt, die sich innerhalb
weniger Monate erstaunlich gut erholt haben. Ich habe aber auch Menschen erlebt, die
über Jahre hinweg pflegebedürftig blieben. Und bei manchen Erkrankungen, wie
beispielsweise ALS, ist eine Heilung leider nicht möglich.

Auch ein Rehabilitationsprozess verläuft nicht immer geradlinig. Es kann große
Fortschritte geben, aber auch Rückschläge. Manchmal geht es zwei Schritte vorwärts

und anschließend wieder einen Schritt zurück.

Gerade deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihre eigene Kraft nicht schon am Anfang
aufbrauchen.

Nehmen Sie sich bewusst auch Zeit für sich selbst.

Klingt das egoistisch?

Nein. Ganz im Gegenteil.

Wenn eine Pflegesituation Monate oder sogar Jahre dauert, braucht Ihr Angehöriger
Sie nicht nur heute – möglicherweise wird er Sie über einen langen Zeitraum brauchen.
Und damit Sie für ihn da sein können, brauchen auch Sie Kraft, Gesundheit und
Momente der Erholung. Wer von Anfang an auch auf sich selbst achtet, kann seinem
geliebten Menschen langfristig eine bessere Unterstützung sein.

Eine Erfahrung aus meinem Berufsalltag hat mir das besonders deutlich gezeigt.

Während eines meiner Einsätze betreute ich einen Mann, dessen Ehefrau sich mit
außergewöhnlicher Hingabe um ihn kümmerte. Sie tat alles, was in ihrer Kraft stand, um
ihn zu unterstützen. Ihre Liebe, Geduld und ihr täglicher Einsatz trugen sichtbar zu seinen
Fortschritten bei.

Leider erlitt ihr Mann später einen schweren Rückschlag, und vieles musste wieder von
vorne beginnen.

Ab diesem Moment verlor sie zunehmend die Hoffnung. Ihre Energie ließ nach, und auch
ihre Motivation, ihren Mann so aktiv wie zuvor zu unterstützen, wurde immer geringer.

Man konnte deutlich merken, dass sie dringend eine Auszeit brauchte. Gleichzeitig hatte
sie ein schlechtes Gewissen bei dem Gedanken, in den Urlaub zu fahren, während ihr
kranker Mann zu Hause blieb.

Als Team konnten wir sie schließlich dazu ermutigen, sich diese Auszeit zu gönnen.

Sie fuhr für eine Woche in den Urlaub.

Als sie zurückkam, war sie wie ein anderer Mensch.

Sie hatte wieder neue Kraft, neue Ideen und neue Zuversicht. Mit neuer Energie konnte sie
ihren Mann wieder unterstützen und aktiv zu seinem Alltag und seiner Genesung
beitragen. Auch bei ihm konnte man eine Veränderung wahrnehmen – er wirkte wieder
motivierter und besser gelaunt.

Diese Erfahrung hat mir noch einmal deutlich gezeigt, wie wichtig es ist, sich selbst
nicht zu vergessen.

Denken Sie daran: Nur wer gut für sich selbst sorgt, kann langfristig auch gut für
andere sorgen. Selbstfürsorge ist kein Egoismus – sie ist ein wichtiger Bestandteil
guter Pflege.

„Manchmal sieht man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr“.

Umgang mi Pflegepersonal

Umgang mit Pflegepersonal
Liebe Angehörige,

plötzlich fremde Menschen im eigenen Zuhause zu haben – in diesem Fall
Pflegepersonal – kann zunächst ungewohnt und herausfordernd sein.

Deshalb möchten wir einen Blick auf die Grundlagen einer guten Kommunikation
werfen: Was fördert eine vertrauensvolle Zusammenarbeit? Welche Warnsignale („rote
Flaggen“) sollte man kennen? Und wie kann eine angenehme Atmosphäre entstehen,
die letztendlich zu einer besseren Pflegequalität beiträgt?

Kleinere Missverständnisse gehören zum Alltag und können selbst zwischen
Menschen auftreten, die sich gut verstehen. Darum geht es hier nicht. Ziel ist es
vielmehr, größere Konflikte und wiederkehrende Missverständnisse von Anfang an zu
vermeiden.

Bevor wir auf einige bekannte Kommunikationsmodelle eingehen, zunächst ein paar
praktische Tipps aus dem Pflegealltag:

Positive Einstellung
Eine positive Grundhaltung und der gemeinsame Wunsch nach einer guten
Kommunikation bilden die Basis für eine hochwertige Pflege. Kommunikation sollte als
fester Bestandteil des Pflegeprozesses verstanden werden.

Offenheit für Vorschläge
Jede Pflegefachkraft bringt eigene Erfahrungen und unterschiedliche Lösungsansätze
mit. Wer offen für Vorschläge ist, kann davon profitieren und gemeinsam die Pflege
weiter verbessern.

Gespräche nicht vor der pflegebedürftigen Person führen
Kritische oder emotionale Diskussionen sollten möglichst nicht im Beisein der
pflegebedürftigen Person stattfinden. So werden unnötige Belastungen vermieden und
die Würde der betroffenen Person gewahrt.

Kompetenzen nicht infrage stellen
Dies ist einer der wichtigsten Punkte in der Kommunikation zwischen Angehörigen und
Pflegepersonal. Formulieren Sie Wünsche möglichst konkret, anstatt Vorwürfe zu
machen.

Beispiel:
Anstatt zu sagen:
„Das ist völlig falsch gemacht worden!“

ist es oft hilfreicher zu sagen:
„Mein Mann hat es beim Schlafen nie gemocht, wenn ihm zu warm war. Ich wünsche mir,
dass Sie an warmen Tagen bitte diese dünnere Decke verwenden.“

So versteht das Pflegepersonal den Wunsch als wichtige Information über die
Gewohnheiten der pflegebedürftigen Person – und nicht als persönlichen Angriff. Das
schafft Vertrauen und erleichtert die Zusammenarbeit.

Bad Wildungen: Wo Geschichte, Wellness und Natur miteinander verschmelzen

Noch ein paar Tage Urlaub übrig? PflegeEdu hat einen Tipp für Sie!
Immer mehr Menschen planen neben ihrem regulären Jahresurlaub auch ein paar besondere Tage mit ihren Liebsten – zum Beispiel mit den Großeltern oder den Eltern.
PflegeEdu empfiehlt Bad Wildungen als ein besonders schönes Reiseziel – vor allem, wenn die Mobilität etwas eingeschränkt ist.
Bad Wildungen verfügt über einen der größten Kurparks Europas. Die weitläufigen, gut angelegten Wege eignen sich auch für Spaziergänge mit dem Rollstuhl und ermöglichen entspannte gemeinsame Stunden in der Natur.
Während eines Spaziergangs durch den Kurpark können Sie gepflegte Grünanlagen, beeindruckende Gartenkunst und eine vielfältige Garten- und Parklandschaft entdecken. Im Herzen des Kurparks befindet sich außerdem die historische Wandelhalle. Dort können Besucher die berühmten Heilquellen und das mineralstoffreiche Heilwasser kennenlernen. Die Bad Wildunger Kurtradition reicht dabei viele Jahrhunderte zurück und hat die Stadt bis heute geprägt.
Auch bei der Unterkunft haben Sie die Wahl: In Bad Wildungen finden Sie zahlreiche gute Hotels – mit Wellnessangeboten oder ganz klassisch, ganz nach Ihren persönlichen Vorstellungen.
Und natürlich darf ein Besuch der märchenhaften Altstadt nicht fehlen. Kleine Cafés und stilvolle Konditoreien laden dazu ein, bei Kaffee und Kuchen eine gemeinsame Pause einzulegen. 
Denn manchmal sind es genau diese Momente, die bleiben:
Ein langer Spaziergang in wunderschöner Umgebung.
Ein Gespräch, an das man sich später gerne erinnert.
Zeit mit den Menschen, die einem wichtig sind.


**Und das Gefühl, etwas wirklich Gutes getan zu haben. **

Vielleicht sind die letzten Urlaubstage genau der richtige Moment dafür.
Liebe Grüße von PflegeEdu!
Und noch ein kleiner Hinweis: Die Tage werden bereits etwas frischer – vergessen Sie deshalb Ihre Decke nicht.

Der Helfer des Alltags

Ein großes Like für den Labrador Retriever

Wussten Sie, dass der Labrador Retriever weltweit zu den am häufigsten eingesetzten Assistenzhunden gehört?

Dank seiner hohen Intelligenz, schnellen Auffassungsgabe, Lernbereitschaft, Zuverlässigkeit, Geduld und seines freundlichen sowie ausgeglichenen Wesens eignet sich diese Hunderasse hervorragend für die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen.

Labrador Retriever helfen unter anderem Menschen mit Sehbehinderung oder Blindheit, körperlichen Behinderungen, Hörbehinderungen, Autismus, Epilepsie sowie Diabetes. Je nach Ausbildung können sie Türen öffnen, heruntergefallene Gegenstände aufheben, Hilfe holen, auf gefährliche gesundheitliche Veränderungen aufmerksam machen oder ihren Halter sicher durch den Alltag begleiten.

Für viele Betroffene ist ein Labrador Retriever weit mehr als nur ein Haustier. Er schenkt Sicherheit, Selbstständigkeit und Lebensqualität und ist für viele Menschen ein unverzichtbarer Begleiter im täglichen Leben.